Der Pirat ist momentan nicht gerne lange draußen.
Er will laufen.
Seit Weihnachten immer wieder.
Nachdem wir nun die letzten Tage kuschelig zuhause verbracht haben,
wollten wir heute was machen.
Wir sind in den zweitgrößten schwedischen Freitzeitpark gefahren.
Nicht weil wir etwas brauchten.
Nein.
Weil wir dachten, da kann das Kind überall was entdecken und sich bewegen.
Das war auch so.
Fast drei Stunden ist der Pirat gelaufen.
Überall wurde was entdeckt.
Die langen Zettel überall dran.
Die Lampen.
Die Steckdosen.
Glänzende Edelstahlschüsseln.
Die von einem Wohnzimmer ins andere umdekoriert wurden.
DVD-Hüllen in den Fernsehschränken.
Bücher in den Regalen.
Puppenkaffeebecher aus Porzellan.
Abwaschbecken zum reinsetzen.
Unzählige glänzende Kerzenhalter auf einem Couchtisch,
die er schneller abgeräumt hatte, als ich reagieren konnte.
Mittendrin ein Kommentar:
Der hat ja gar keine Schuhe an.
Nö, seine Filzschuhe habe ich ihm ausgezogen, weil der Boden warm genug war.
Läuft sich doch angenehmer.
Der Pirat ist freudestrahlend auf die Leute zugelaufen.
Besonders auf die Kinder.
Die sind aber fast immer weggerannt.
Ein Mädchen hatte einen Stift und Zettel in der Hand.
Die sagte zu ihm: Das ist meins. Sowas bekommen kleine Babys nicht.
Aha.
Dann fasste der Pirat einen Jungen an die Jacke und der war auch das einzige Kind, das Kontakt aufgenommen hat.
Die zwei sind dann Hand in Hand ein Stück gelaufen.
Beide wollten zwar in eine andere Richtung,
aber die Hände gingen nicht auseinander.
Ein paar Schritte in die eine Richtung, ein paar in die andere Richtung.
Dann kamen die Eltern, die hatten es eilig.
Also musste der Junge schnell mit.
Andere Leute hat der Pirat auch manchmal einfach an die Hand gefasst und die mit uns mitgenommen.
Bei den Kommoden ist er die ganze Reihe auf und ab und musste alle Schubladen an die er rangekommen ist auf und zu ziehen.
Immerwieder.
Dann das Babyzeichen, dass er schlafen will.
Getragen wollte er aber gar nicht werden.
Nein.
Laufen.
Also weiter.
Wieder das Zeichen.
Ein paar Schritte.
Tränen.
Total ko.
Raus aus dem Freizeitpark.
Ins Trageding.
Augen zu.
Eingekuschelt an den Papa.
Im Traumland.
Ein toller Ausflug.
Zumindest für drinnen.
Entspannt.
Viel Bewegungsfreiheit.
Viele spannende Sachen.
Am Ausgang ein Plakat:
"Wer sein Kind liebt,
der schiebt."
Die absolute Gegenaussage zu meinem Lieblingszitat
(aus dem Film "Away we go"):
"...sind Buggys was schlechtes?...
Ich liebe meine Babys, warum sollte ich sie da von mir wegschieben?"
hey...ich finds auch immer super beim schweden mit greta..ein riesengroßes spielparadies. ich war schon mehrmals mit ihr dort und es ist immer sehr entspannt weil ich sie einfach rennen lasse und sie alles interessant findet. und wir tragen seit dem beginn des winters auch wieder ausschließlich...und der film "away we go" liegt hier unterm weihnachtsbaum und wartet noch aufs angeschaut werden...und übrigens: ja, wir sind immer eine sehr lustige, aber nicht immer harmonische familie...aber das ist auch ok so :-) ich grüße dich!!!
AntwortenLöschenwegen den schuhen: gretas erstes paar passte ca. 2-3 monate...jetzt hat sie die ersten gefütterten und wir haben noch ein paar günstige elefanten für in den schnee dazu gekauft...und für innen fanden wir die lammfell gefütterten papoutsis bisher die allertollsten...die sind auch schon wieder zu klein und ich brauche wieder ein paar lederpuschen...welche nimmst du da am liebsten? viele liebe grüße!
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