Glücksmomente.
Der Tag begann heute schon früh.
Zumindest wenn man an die Wochen denkt, wo der Pirat fast bis Mittag geschlafen hat.
Noch gar nicht lange her.
Seit ein paar Tagen beginnen unsere Tage früh um acht.
Für mich ist das eine Stunde zu früh.
...
...
Jedenfalls, wollte der Pirat den Papa heute nicht auf Arbeit lassen und ist immer wieder zu ihm gekrabbelt, wollte auf seinen Arm, wollte mit ihm das Bild mit dem Baby was gestillt wird angucken und das Baby was getragen wird und das was mit der Mama kuschelt.
Irgendwann musste der Papa aber doch auf Arbeit.
Daran muss sich der Pirat erst noch gewöhnen, denn in den langen Semesterferien, war er jeden Tag zu Hause.
Dafür hat unser Wochenende drei Tage.
Die anderen vier sind wir zu zweit.
...
...
Wir haben gefrühstückt und anschließend hat der Pirat noch eine Runde geschlafen.
Nachdem Aufwachen, war er nur am lachen.
Das ist so schön!
Kuscheln und dann irgendwann ist der Pirat losgezogen zu einem Buch.
Durchblättern. Auf die Bilder fassen. Weiter blättern.
Beim Wäsche abnehmen ist er auf die Gästecouch geklettert.
Da die nicht so stabil ist, habe ich ihn da wieder runtergenommen und das fand er total lustig.
Immer wieder ist er auf die Couch,
hat zwischendurch geschaut,
ob ich gucke,
ist schon laut lachend auf die Couch raufgeklettert um sich dann einfangen zu lassen.
hat zwischendurch geschaut,
ob ich gucke,
ist schon laut lachend auf die Couch raufgeklettert um sich dann einfangen zu lassen.
Noch lauteres Lachen.
Unglaubliches Glück.
Dieser Moment.
Kurz danach, fand ich ihn im zweiten Stock des Badregals.
Überall klettert er zur Zeit hoch oder rein.
Auf Treppen. Hocker. Sofas. Sessel. Tische.
In seinen Spielzeugkorb. den Kastanienkorb. leere Kartons. Schüsseln.
...
Zum Mittag gabs lange gekochte Fäden.
Erst aß er die wie Susi&Strolch, nur ohne Susi.
Der Faden wurde immer kürzer und war irgendwann aufgegessen.
Im Schneckentempo.
Ich rollte die Fäden zu Schnecken zusammen.
Als ich meinen Teller leer hatte, kam der Pirat aus seinen Stuhl auf den Tisch gekrabbelt.
Setzte sich vor mich hin und hielt mir ein ganzes Wollknäuel voller Fäden hin.
Die sollte ich essen.
Oder nur so tun.
Denn immer als ich ein paar Fäden essen wollte, nahm er mir die wieder weg und lachte.
Ein Moment voller Glück.
Da saß er nun mit seinen Spaghettis und aß sie wie ein Festmahl.
Irgendwann stand er auf und holte sich vom Regal überm Esstisch die Flasche mit den Seifenblasen.
Gab sie mir.
Wartete.
Freute sich über die Seifenblasen.
Wollte sie immer wieder einfangen.
Platsch.
Zerplatzt.
Zerplatzt.
Lautes lachen.
...
Am Abend gab es aufgetaute Himbeeren.
Übers halbe Gesicht.
Den Body rot. Den Pulli. Die Hände.
Der Papa, der kurz vorm Essen nach Hause kam, stand schon mit einem Tuch da und wischte den Pirat sauber.
"Du musst viel gelassener werden"
sage ich.
Am Abend gab es aufgetaute Himbeeren.
Übers halbe Gesicht.
Den Body rot. Den Pulli. Die Hände.
Der Papa, der kurz vorm Essen nach Hause kam, stand schon mit einem Tuch da und wischte den Pirat sauber.
"Du musst viel gelassener werden"
sage ich.
Am liebsten mag ich diesen Tag in die Seifenblasenflasche stecken.
Immer wieder farbige, umherschwebene Seifenblasen daraus machen.
Sie einfangen.
Zerplatzen lassen.
Lachen.
Glücklich sein.


Ich pinn mich hier mal fest. Schön immer mal wieder auf Gleichgesinnte zu treffen. Das ist so toll geschrieben, ich habs mir gleich nochmal durchgelesen. LG
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