4. November 2010

Horror-Kurzfilm in Live und
wir mittendrin.

"Kann ich dem kleinen was zum Malen bringen oder sticht er sich damit die Augen aus?"

"Man muss den Kinderwagen schuckeln, 
damit die Babys schlafen."

"...und dann ging der Schnabel wieder auf und er wollte weiter gefüttert werden."

Ich bin immer wieder erschüttert, 
wie Menschen Babys bzw. Kleinkinder sehen.

Und ich bin der Meinung, 
dass Kinder sich nicht die Augen ausstechen, 
keinen Kinderwagen brauchen und 
auch nicht geschuckelt werden müssen. 
Das ein Vogel ein Schnabel hat und 
das man Babys nicht füttern muss.
Meine Meinung beruht auf meiner Erfahrung.
Wobei die obigen Meinungen von kinderlosen Menschen stammen.

10 Kommentare:

  1. so wahr. ich begreif auch nicht. will es nie begreifen...und doch leider alltag am spielplatz etc. horror. das muss anders werden denk ich da...und hoffe die kunde weitertragen zu können an jeden dens interessiert dass es auch anders geht...

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  2. Leider gibt es auch kinderhabende Menschen mit dieser Meinung. Ich stimme aber deiner Meinung/deinen Erfahrungen zu.

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  3. Ich muss mich da meiner Vorschrieberin anschließen. Leider sind es nicht nur die kinderlosen die (ihre) Kinder so sehen und behandeln.

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  4. Ja, dass stimmt!
    Wobei ich gerade bei den kinderlosen immer noch die Hoffnung habe, dass die Schwangerschaft oder die Geburt nochmal die Ansichten verändert. Ich habe vor der Geburt des wilden Piraten auch anders gedacht - einfach weil ich es nicht anders kannte. Aber spätestens seit der Geburt gehe ich einen anderen Weg.
    Als ich den kleinen im Arm hielt wusste ich, dass er nicht in ein anderes Bett kommt, dass ich ihn nicht in den KiWa lege und und und. Das war auf einmal alles so klar.
    Leider gibts eben auch die kinderhabenden mit dieser "alten" Meinung. Leider gibts davon auch noch viele. Egal ob auf dem Spielplatz, beim Einkaufen, ...
    Und manchmal bin ich dann wirklich überrascht von deren Ansichten über Kinder. Das man so denken kann. Das man die kleinen als halbe Person bezeichnet, dass sie mit dem Spielzeug nicht das machen, wofür es vorgesehen ist...Ach, es ist sooo traurig.

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  5. ja das ist es immer wieder...es ist bisschen gruselig denn du sprichst genau meine worte die ich so oft denke...mir gings genauso nach der geburt wie dir..und ich begreifs nicht wie man kindern tyrannei oder böse absichten oder überhaupt irgendwas schlechtes unterstellen kann. es ist mir echt ein rätsel...ich sag nur "eins, zwei..." und so. schrecklich. ach übrigens: wir haben ein elektrisches lämpchen in der laterne, unromantisch aber ich denke mit echtem kerzchen wirds stress für uns eltern und somit auch kein schöner entspannter ausflug...ich grüße dich.

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  6. Ich denke auch, dass Mütte mehr nach ihrem Herzen ihre Kinder begleiten sollten. Meine Mama hat uns alle jahrelang gestillt und in ihrem Bett schlafen lassen und uns Kind sein lassen... und so möchte ich es auch machen. Ich glaube aber auch, dass es tatsächlich viele verschiedene Wege gibt, ein Kind auzuziehen. So viele, wie es Frauen gibt. Nicht für alle Mütter ist es so einfach, genügend Schlaf zu bekommen, wenn ihr baby neben ihnen schläft und ein Kinderwagen kann auch helfen, bei Kräften zu bleiben, gerade bei schwereren Kindern. Ich habe selber drei Kinder und habe alle getragen. Doch ich war erstaunt, als ich sah, wie unterschiedlich die Kinder aufs Tuch reagierten; Kind1 war immer begeistert davon. Ich trug ihn 2 Jahre lang. kind2 fühlte sich nur anfangs richtig wohl, dann zog er das Seitentuch vor. kind3 wählte mit ca. 1 Jahr ganz klar den Kinderwagen (!). Sie begann auf dem Rücken zu zappeln und schimpfen, bis ich sie rausnahm. und dann steuerte sie jeden Kinderwagen an, den sie fand, und versuchte, hineinzuklettern... Ich trage sie noch immer, wenn sie mag, aber sie sitzt einfach lieber im Wagen. Oder läuft selbst...
    Ich glaube, es ist wichtig, sein inneres Gleichgewicht zu erhalten. Und wenn der Kiderwagen oder ein getrenntes Bett einem helfen dabei, dann ist das besser als sich an Ideale zu klammern, die sich nicht realisieren lassen.
    Für mich sit die Liebe das Wichtigste. Wenn die Liebe da ist und spürbar für das Kind, dann kann nicht viel schief gehen, glaube ich (ausser man ist extrem in irgendeiner Hinsicht).
    lg Bora

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  7. Jetzt muss ich doch noch kurz fragen; warum findest du es so entsetzlich, wenn eine Mama ihr Kind füttert?
    Ich habe selber keine Breis und so gegeben, weil ich gestillt habe und meine Kinder Brei in jeder Form einfach nicht mochten, aber ich sehe da kein grosses Problem, wenn man einem Kind pürierte Möhren eingibt, solange das Essen ihm Spass macht. Natürlich ist es gut, wenn man ihm mit der Zeit den Löffel selbt überlässt bzw. die Hände, denn die gehen ja eh besser... ausprobieren und ausprobieren lassen ist so ein bisschen meine Devise, Bei jedem Kind neu, denn jedes ist so anders...
    lg bora

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  8. Oh weh, nein!
    Es ging mir gar nicht darum zu sagen, welcher Weg der richtige ist oder nicht. Sondern es ging mir vielmehr um die Ansichten.
    Darum das viele der Meinung sind, dass es nur den einen Weg gibt. Kinderwagen, Gitterbett, Brei und darum wie die Kinder gesehen werden. Ich finde es nicht entsetzlich wenn Babys gefüttert werden, ABER ich finde es traurig wenn kinderlose Menschen von Babys erzählen und sagen: "und dann ging der Schnabel wieder auf", dabei gings mir gar nicht ums füttern, sondern um den Schnabel. Füttern ist aber auch nicht gleich füttern. Ich habe schon oft gesehen, wie die Eltern dem Baby den Mund stopfen, das Baby den Kopf wegdreht und die Eltern trotzdem der Meinung sind, dass der Löffel jetzt in den Mund muss. Das finde ich schlimm! Kinderwägen an sich mag ich nicht und ich glaube auch nicht, dass man die braucht. Früher gabs ja auch keine. Das es leichter ist, ist klar! Aber auch hier ist es jeden überlassen, ob er den nimmt oder nicht. Mir gings bei dem besagten Beispiel darum, dass (auch hier wieder) kinderlose Menschen der Meinung sind, dass man die Kinderwagen schuckeln muss, damit die Babys schlafen. Mir gings gar nicht um den Gebrauch der Kinderwagen. Das muss jeder für sich entscheiden! Es gibt kein richtig und falsch, solange man auf sein Herz hört.

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  9. Oh, danke! Deine nette Antwort tut mir jetzt richtig gut:-)
    Ich hatte nach dem Kommentieren schon Angst, dass ich dich vielleicht... kritisiere mit meinen Fragen und du dich nur nervst über mich... Schön, dass du so toll und offen reagieren konntest!
    Ich glaube, ich verstehe jetzt, was du meinst: dieses Handlen nach einer "ideologie", die gar nicht selbst durchdacht wurde, sondern einfach so gehandhabt wird, wie man sie irgendwann mal "gelernt" hat. Eben schuckeln, wenn das Baby schreit im Wagen. Und den Löffel wieder und wieder in den Mund stopfen, denn der Teller muss ja leer sein... Dieses "erziehen" nach Erwachsenenmass ohne Rücksicht auf des Wesen, um das es eigentlich geht, ja?
    Ich kann das gut nachvollziehen und kämpfe auch selber immer wieder mit diesen starren Regeln, die einem überall begegnen. Und das obwohl ich nicht unbedingt zur Fraktion "unerzogen" gehöre;-) Manche Kinder werden wirklich nur so nebenbei mitgefüttert und gar nicht WIRKLICH betreut und begleitet. Das macht einem schon Angst und tut einfach weh...
    Jaja, Mamasein bringt einem den eigenen Lebens-Vorstellungen und Weltsichten so viel näher, oder? Man muss sich tag für Tag wieder hunderttausend Fragen stellen, nur um sich klar zu werden, wie man reagieren möchte auf dies und jenes, was man gewichten oder ändern will um der kinder willen...
    Ich liebe genau das. Aber manchmal bringt mich auch genau dieses endlose Hinterfragen aus der Puste...
    Viel Kraft dir weiterhin! Und danke für deine tolle Reaktion!
    bora
    PS. Ich glaube übrigens auch nicht, dass man einen Kinderwagen braucht. In Tat und Wahrheit bin ich ja sogar eine Tragemama, die ihr Baby immerzu trägt, bis es läuft und selber mehr Platz und Freiheit braucht. Nur merke ich je grösser die Beanspruching wird, jetzt mit 3 Kindern mehr als früher- dass ein Kiwa ein Hilfsmittel sein kann, der allen zugute kommt, weil er Kräfte spart und mich so eine... naja, geduldigere Mama sein lässt, die nach einer Stunde Spaziergang mit Sack und Pack nicht schon wieder am Rande eines Nervenszusammenbruchs steht (wir haben unsren auch occasion geschenkt gekriegt und haben ihn nur behalten für die eineinviertel Stunde Fussweg bergauf zu meinen Eltern...) Aber ohne kommt man ganz klar supergut zurecht! Ohne Tuch würde mir auch was fehlen...gerade heute hab ich die Kleine mal wieder auf den Rücken gepackt, und bin mit ihr und Kind2 per Kickborad durchs Dorf zum Trödler gedüst, hihi... Kasperlpuppen holen.

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  10. Ja, genau. Es ging um das Erziehen ohne Rücksicht aufs Kind. Um das "weil man es eben so macht" und um die Ansichten generell. Die kleinen Menschen werden gar nicht als Menschenkind wahrgenommen. Die Leute redeten so als ob es um ein Ding geht, eine Puppe. Aber sie haben vergessen, dass in dem Körper ein Herz schlägt. Und leider gibt es eben auch Eltern die so denken, nicht nur kinderlose. Mich macht sowas immer sehr traurig und an dem Tag als das alles zusammen gekommen ist, war ich entsetzt wie man Babys so sehen kann. Für mich ist das alles so normal wie es hier in unserer kleinen Welt ist. Für mich ist es normal das ich auf das Bedürfnis des Piraten soweit es mir möglich ist eingehe. Klar, bin ich auch mal kraftlos. Ich bin nicht perfekt. Aber ich versuche immer mein bestmögliches zu geben und wenn ich merke, dass ich grad blöd war, dann sage ich das dem kleinen Piraten. Das das nicht ok von mir war.
    Ich bin so ganz anders groß geworden und das holt einem immer wieder ein.
    Und ich bin so froh den wilden Piraten jeden Tag zu erleben. Man lernt dabei so viel. Man lernt sich selber kennen! Das hät ich nie gedacht.
    Ich hab mich in der Schwangerschaft überhaupt nicht belesen, wie man was warum macht. Das einzige Buch was ich hatte war eins wo drin stand was sich in der jeweiligen Woche entwickelt.
    Und dann kam die wunderschöne Geburt und mein kleines Herz, dass auf einmal in meinen Armen lag. Da war mir alles so klar. Wie eine Erleuchtung :)

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